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Bei Panne keine Panik

Souveränes Handeln bei Pannen

Da fährt man jahrelang mit dem Auto pannenfrei und plötzlich ist es da – das veränderte Motorengeräusch oder die Problemmeldung des Wagens auf der Anzeige. Nach der ersten Schrecksekunde ist es wichtig, besonnen zu reagieren.

Sicherheit hat Priorität

Liegen gebliebene Fahrzeuge stören den Verkehrsfluss und stellen deshalb immer ein Risiko dar – für die Insassen wie auch die anderen Verkehrsteilnehmer. Es ist also besonders wichtig, das Fahrzeug möglichst schnell zu sichern, den Pannendienst zu rufen und sich selbst aus der Gefahrenzone zu begeben.

So ergreifen Sie sichere erste Schritte im Schadenfall:

  • Warnblinkanlage schon beim Ausrollen einschalten und eingeschaltet lassen
  • Fahrzeug an den rechten Fahrbahnrand lenken, möglichst auf den Pannenstreifen stellen
  • Bei Dunkelheit oder schlechter Sicht Standlicht einschalten
  • Warnweste anziehen (möglichst alle Insassen)
  • Warndreieck in ausreichender Entfernung aufstellen – mindestens 50m, besser 100m
  • Pannendienst über Notrufsäule oder Handy rufen
  • Alle Insassen sollen sich abseits der Fahrbahn oder hinter der Schutzplanke aufhalten
  • Wege abseits der Fahrbahn zurücklegen
  • Bei Gehen auf der Fahrbahn: den äussersten Fahrbahnrand nutzen, Blickrichtung zum fliessenden Verkehr

Diese Checkliste können Mitglieder in unserer kostenlosen ACS App jederzeit aufrufen, wenn Sie sie brauchen.

Wichtige Angaben zur Meldung von Pannen

Der Automobil Club der Schweiz kommt Ihnen rund um die Uhr im Pannenfall zu Hilfe. Sie erreichen unseren Notruf unter der ACS Pannendienst-Nummer +41 44 628 88 99

Wir fragen Sie nach diesen Angaben:
• ACS Mitgliedernummer (Vorderseite Mitgliedskarte)
• Ihre Telefonnummer für Rückfragen
• Angaben zum Fahrzeug (Typ, Farbe, Kontrollschild-Nr.)
• Erste Angaben zur Art der Panne
• Standort mit Angabe Fahrbahnkilometer, Fahrtrichtung bei Autobahn
• Standort mit Ort, Strasse, Nummer ausserhalb der Autobahn
• GPS Daten des Navigationsgerätes

Die Ursache der Autopanne feststellen

Nicht bei jeder Panne ist ein geplatzter Reifen schuld oder der Motor streikt und kündigt die Panne per Geräusch an. Je nach Pannenursache, Ort der Panne und Fahrzeugkenntnissen können Sie eventuell selber nach der Ursache der Panne suchen, bevor Sie den Pannendienst anfordern.

• Ist noch genügend Kraftstoff im Tank?
• Ist die Batterie leer? Starterkabel mitführen!
• Sind die Kabel in geschmort?
• Ist der Kühlwassertank leer?
• Ist der Keilriemen gerissen?
• Sind die Zündkerzen defekt?
• Ist die Lichtmaschine kaputt?

Das Risiko einer Panne reduzieren

Viele Ausfälle am Fahrzeug sind auf mangelnde Wartung zurückführbar. Gehen Teile des Fahrzeugs unterwegs kaputt, stehen meist höhere Reparaturkosten an. Das können Sie vermeiden, wenn die im Serviceheft genannten Wartungsfristen eingehalten werden. Moderne Automobile weisen mit Fehlermeldungen auf Probleme hin. Beachten Sie diese und handeln Sie wie im Fahrzeughandbuch beschrieben.

Wussten Sie, dass die Batterie einmal jährlich geprüft werden muss, wenn sie älter als 3 Jahre ist?
Prüfen Sie regelmässig den Pneudruck und die Reifenprofile.
Prüfen Sie Kabel regelmässig auf Marderbiss (Isolation!).
Verfolgen Sie den Ölstand und nicht zuletzt auch die Tankanzeige. Ein Kanister mit Reservekraftstoff ist immer eine gute Idee.

In unserer kostenfreien ACS App finden Mitglieder des Automobil Club der Schweiz alle wichtigen Informationen und Notruf Nummern für den Pannenfall.

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Autor: Janine Weise

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