ACS-Botschafter Tom Lüthi

«Ich muss mich ans Limit herantasten»

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ACS-Botschafter Tom Lüthi blickt auf seine Testeindrücke in der MotoGP zurück und erklärt, was er von der am 18. März in Katar beginnenden WM-Saison erwartet. Der 31-Jährige betont dabei immer wieder, dass er sich trotz seiner langjährigen Erfahrung noch als «Lehrling» in der Königsklasse des Motorradsports fühle. Der erste Schweizer MotoGP-Pilot der Geschichte will sich weiter in Geduld üben und sich Runde um Runde ans Limit seines Honda-Weltmeistertöffs von 2017 herantasten.

«Es ist sehr vieles neu für mich und das ganze Team arbeitet extrem professionell,» versucht Lüthi die Herausforderung in der Königsklasse in Worte zu fassen. Er sei nach den vielen erfolgreichen Jahren in der Moto2, die er in den letzten beiden Saisons als Vize-Weltmeister beendete, quasi wieder in Ausbildung. «Ein gewisses Niveau erreicht man noch relativ schnell. Die letzten zwei, drei Sekunden auf die absolute Spitze sind hingegen extrem anspruchsvoll», betont Lüthi. «Da müssen ganz viele Puzzleteile zusammengesetzt werden. Und nur wenn das Ganze passt, kann man schnell sein.»

Beeindruckt haben den Routinier die enorme Kraft seiner 260-PS-Honda und die hohen Geschwindigkeiten: «Ich muss meinen zuvor gewohnten Fahrstil an die neue Motorenpower adaptieren, physisch viel mehr arbeiten und die Elektronik besser verstehen und einsetzen lernen.» Mit einer MotoGP-Maschine sei man deutlich schneller unterwegs als in der Moto2, «oft mit mehr als 300 km/h.» Und weil alles viel schneller geschehe, müsse auch das Gehirn alles rascher verarbeiten und die richtigen Entscheidungen treffen. «Deshalb war es überaus wichtig für mich, so viele Testkilometer abzuspulen wie nur möglich. Mein Gefühl für den Töff wurde aber immer besser und besser.» Sehr zufrieden mit der Entwicklung des Emmentalers zeigen sich auch die Verantwortlichen des Marc VDS-Teams.

Über Saisonziele sprechen mag der 31-jährige Emmentaler aber noch nicht. «Das ist viel zu früh. Natürlich möchte ich im Verlaufe der Saison in die WM-Punkteränge fahren. Das wird aber keinesfalls einfach, weil das Feld leistungsmässig viel näher beisammen liegt als etwa in der Moto2.» Lüthi kann und will nicht zu weit nach vorne blicken. In den ersten Trainingsblöcken in Thailand hat er noch viel Zeit auf die Konkurrenz verloren. «Das nervte mich schon, allerdings stand dort die Jagd nach schnellen Rundenzeiten nicht zuoberst auf meiner Prioritätenliste.» Er habe seine Tests auf gebrauchten Reifen absolviert und möglichst viele Runden abspulen wollen, um maximal viel Erfahrung zu sammeln. Bei den letzten Tests in Katar vom 1. bis 3. März hat Lüthi dann erneut substanzielle Schritte nach vorne machen und den Abstand zur Spitze weiter verringern können. „Das Gesamtbild stimmt und ich werde zuversichtlich in die Saison starten!“ freut sich ACS-Botschafter Tom Lüthi auf den 18. März.

Bilder: Mario Gaccioli / Tom Lüthi / Estrella Galicia Marc VDS MotoGP Team

Autor: Markus Rutishauser

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