Tipps Schulweg

Augen auf!

Kindern auf dem Schulweg helfen

Die Sommerferien sind vorbei und für zehntausende Schulanfänger beginnt ein Lebensabschnitt mit vielen neuen Herausforderungen. Auch der Schulweg gehört dazu. Mit Erreichen des Schulalters steigt die Anzahl der als Fussgänger verletzten oder getöteten Kinder. Rücksichtnahme und Vorsicht ist besonders jetzt von allen Seiten im Strassenverkehr geboten.

Dank der intensiven Verkehrsbildungsmassnahmen und Präventionskampagnen durch die Polizei und den ACS sind die Unfallzahlen in den letzten 10 Jahren stark zurückgegangen. Eltern und Lehrpersonen haben diese positive Entwicklung massgeblich unterstützt.

Strassen queren – die grösste Gefahr

Alle Verkehrsteilnehmenden sind gefordert, Kindern gegenüber mit der nötigen Rücksicht zu begegnen. Schulanfänger kennen die Gefahren im Strassenverkehr noch nicht, sind rasch abgelenkt, können Situationen schlecht einschätzen und beherrschen die Verkehrsregeln noch nicht souverän. Die nach wie vor grösste Gefahr besteht für Kinder bis 9 Jahre beim Queren der Fahrbahn. Sie lernen zwar früh, den Zebrastreifen nur nach der Regel „warte – luege – lose – laufe“ zu überschreiten. Doch für die kleinsten Verkehrsteilnehmer ist das Überqueren einer Strasse trotzdem mit grosser Unsicherheit verbunden. Diese Unsicherheit abzubauen und richtiges Verhalten bei den Kindern zu verankern – dies ist die Aufgabe des Weissen Raben und seinem Verkehrserziehungsprogramm „Augen auf!“.

Der Verkehrsunterricht des Weissen Raben

Ausgerüstet mit einem Fahrzeug und didaktischem Material des ACS, gestalten die Verkehrsinstruktoren der Polizei den Verkehrsunterricht in den Kindergärten. Während drinnen im Schonraum die theoretischen Kenntnisse zur Fahrbahnquerung vermittelt werden, wird draussen die Praxis trainiert. Die Kinder lernen, am Gehwegrand immer zu warten. Gemeinsam üben sie das Schauen nach links und rechts sowie das Hören. Erst wenn nach einem Kontrollblick nach links die Strasse immer noch frei ist, darf die Fahrbahn überquert werden.

Was Verkehrsteilnehmende tun können

Ohne Unterstützung der Fahrzeuglenker wären die Sicherheitsmassnahmen einseitig und nur halb so erfolgreich. Fahrzeuglenker können Kindern genügend Zeit einräumen, das Gelernte umzusetzen. Erst, wenn die Räder stehen, soll das Kind gehen.
Noch ein Tipp: Geben Sie keine Handzeichen. Das ist zwar gut gemeint, könnte die Kinder allerdings zu unüberlegtem Voranschreiten auf die Strasse verleiten. Hupen Sie nicht und behalten Sie den übrigen Strassenverkehr auch im Blickfeld.

Die wichtige Botschaft des Weissen Raben lautet deshalb sowohl an Fussgänger wie Fahrzeuglenker: „Augen auf“!

Was Eltern tun können

Das richtige Verhalten im Strassenverkehr sowie die Regel „warte – luege – lose – laufe“ sollten von uns Erwachsenen vorgelebt werden. Als Vorbild helfen wir den Kindern damit, das Erlernte zu trainieren und zu verankern. Das vom Automobil Club der Schweiz entwickelte interaktive Verkehrserziehungsspiel „Augen auf“ ist für alle Eltern als DVD kostenlos erhältlich. Bestellen Sie es für Ihre Kinder. Dazu senden Sie einen an Sie adressierten und frankierten C5-Briefumschlag an folgende Adresse:

Automobil Club der Schweiz 
Verkehrssicherheit
Wasserwerkgasse 39
CH-300 Bern 13

Eine Auswahl an didaktischer Materialien finden Sie auch online auf der Webseite des ACS

Der ACS Sektion Schaffhausen möchte Eltern dazu motivieren, ihre Kinder in der Verkehrserziehung als Vorbild zu unterstützen. Das bedeutet, den Chauffeurdienst mit dem Auto am Morgen zur Schule aufzugeben und die Kinder stattdessen mit dem Velo oder zu Fuss in die Schule zu begleiten. Das gemeinsame Zurücklegen der Wege im Strassenverkehr hilft den Jüngsten, ihre Schulstrecke genau kennenzulernen, besondere Gefahrenzonen zu erkennen und anhand der vorgelebten Verhaltensweisen durch die Eltern zu meistern. So können sie sich später auch allein souverän und sicher durch das Verkehrsgeschehen bewegen. Das scheint langfristig im Vergleich zum Bringen mit dem Auto die nachhaltigere Alternative.

Mehr zum Projekt Schulweg bildet erfahren Sie unter www.schulweg-bildet.ch

Tipps sicherer Schulweg

Autor: Anita Brechtbühl

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