Maserati Levante Diesel

DICKSCHIFF FÜR LIEBHABER

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Die Frontpartie des Levante ist bullig und unterstreicht das grosse Selbstbewusstsein der italienischen Luxusmarke.
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Das Heck wirkt wie ein schlecht gebügeltes Hemd: Mit beinahe beliebig vielen Falten.
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Feines Naturleder und Edelholz-Applikationen (gegen Aufpreis) prägen das luxuriöse Interieur.
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Die Konnektivität ist auf der Höhe der Zeit und bedient alle Begehrlichkeiten.
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Die Rückfahrkamera bildet sowohl den Bereich hinter dem Fahrzeug als auch eine hilfreiche 360-Grad-Perspektive ab.
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Dank höhenverstellbarem Fahrwerk, zwei Offroad-Modi und einer Bodenfreiheit von gut 25 cm findet sich der Levante auch im leichten Gelände zurecht.
 

Die italienische Luxusmarke Maserati steht für sportliche und elegante Autos. Eine besondere Herausforderung, diese Attribute auch bei einem SUV umzusetzen.

Gelungen ist dies den Designern von Maserati nicht in allen Bereichen. Die hohen Ansprüche zu befriedigen mag primär die Frontpartie. Dort repräsentiert der Levante die Traditionsmarke in perfekter Art und Weise: Sportlich, bullig und mit einem selbstbewussten Maul, das so manchen Automobilisten auf der linken Autobahnspur veranlasst, schnell Platz zu machen. Etwas weniger gute Noten erhält das Heck. Dieses fällt im Vergleich zur Frontpartie deutlich biederer aus. Irgendwie scheinen die Designern nach dem grandiosen Gesicht den berühmten roten Faden verloren zu haben. Die vier grossen Endrohre vermögen den Schaden nur ansatzweise zu begrenzen.

Luxuriöses Interieur
Innen präsentiert sich der Levante dann wieder im gewohnt luxuriösen Maserati-Style. Gediegenes Naturleder (gegen Aufpreis) verwöhnt die Sinne der Passagiere. Die Sitze sind ein perfekter Kompromiss aus sportlichem Schnitt und Komfort. Sowohl vorne als auch im Frond gibt es viel Platz. Da fühlt man sich auf Anhieb wohl. Bei den Armaturen hat Maserati eine gelungene Symbiose aus traditionellen und modernen Stilelementen geschaffen. Auch der grosse Touchscreen über der Mittelkonsole erfüllt die heutigen Anforderungen an eine Premiummarke sowohl bei der Bedienerfreundlichkeit als auch bei der Geschwindigkeit.

Hoher Fahrkomfort
Am 275-PS-Diesel gibt es nichts zu mäkeln, auch wenn er beim Motorensound nicht in der gleichen Liga wie die Benziner mitspielt. Dafür stemmt der V6-Selbstzünder sein sattes Drehmoment von 600 Newtonmeter bereits bei 2000 U/min auf die Kurbelwelle. Damit dient der Levante-Diesel auch als ideales Zugfahrzeug, das eine gebremste Anhängelast von bis zu 2,7 Tonnen meistert. Mit einer Beschleunigung von 6,9 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h hängt das Maserati-SUV so manchen Mitbewerber ab. Die acht Gangstufen der Automatik können auch über die riesigen Schaltwippen am Lenkrad bedient werden. Das macht viel Freude. Für einen hohen Fahrkomfort sorgen Luftfedern an der Vorder- und Hinterachse. Das macht den Levante zu einem herausragenden Langstrecken-SUV. Auch wenn er über Allrad, ein höhenverstellbares Fahrwerk, zwei Offroad-Modi und eine Bodenfreiheit von gut 25 cm verfügt, ins Gelände gehen mit dem edlen Maserati-SUV die allerwenigstens. Aber immerhin könnte man dies sorglos tun, wenn man denn wollte. Mit einem Testwert von unter neun Litern Diesel erwies sich der Verbrauch in Anbetracht des Leergewichtes von 2,2 Tonnen als überraschend moderat.

Fazit
Der Maserati Levante ist ein selbstbewusster SUV für die Verfechter des italienischen Stils. Preislich bewegt er sich zwar unter der deutschen Konkurrenz, was sich allerdings auch mit der bescheideneren Ausstattung an Fahrassistenzsystemen erklären lässt. Ob ein Dieselmotor zu einem Maserati passt, muss jeder für sich selbst entscheiden. Wir würden den 430 PS starken V6-Benziner bevorzugen. Oder noch besser: Die Italiener halten ihr Versprechen und bringen zeitnah eine Plug-in-Hybrid-Version des Levante auf den Markt.

Autor: Markus Rutishauser

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