Verkehrssicherheit

Praktische Tipps für mehr Sicherheit im Auto

Mit dem Autofahren verhält es sich wie bei vielen anderen alltäglichen Dingen: Meist muss es schnell gehen. Das hat zur Folge, dass dabei nicht selten der Komfort und – noch schlimmer – die Sicherheit vernachlässigt wird. Denn klar ist: Auch der vorsichtigste und aufmerksamste Fahrer kann in einen Unfall verwickelt werden. Wohl auch deshalb wurde 1999 in der Schweiz die Gurtentragpflicht eingeführt. Gut so – schliesslich können die Gurte im Notfall Leben retten. Dies jedoch nur dann, wenn sie auch richtig eingestellt werden. Der Beckengurt muss unterhalb der Gürtelschnalle liegen und festgezogen werden – der Diagonalgurt sollte weder am Hals einschneiden noch verdreht sein. Nur wenn diese Bedingungen erfüllt sind, kann der Gurt die optimale Rückhaltewirkung entfalten.

Die richtige Einstellung der Sicherheitsgurte ist nur einer von verschiedenen Punkten, die vor der Abfahrt berücksichtigt werden sollten. Schon einfache Kniffe tragen massgeblich dazu bei, die Folgen eines Unfalls zu verhindern. Es fängt bei den Aussen- und Innenspiegeln an, die vor der Abfahrt unbedingt richtig eingestellt werden müssen – und geht weiter mit der richtigen Einstellung des Sitzes und der Kopfstütze.

Beim Sitz ist Genauigkeit gefragt

Los geht es bei der Einstellung des Sitzes. Viele Autofahrer stellen diesen nur provisorisch ein. Vielleicht wird der Sitz etwas nach vorne oder nach hinten geschoben oder die Rückenlehne etwas verändert. Das reicht jedoch nicht. Gerade bei der Sitzposition kommt es auf Genauigkeit und Vorsorge an. Bei längeren Autofahrten vermeiden Sie dadurch, dass Ihre Beine einschlafen oder Sie Rückenschmerzen bekommen. Für einen optimalen Sitzkomfort sollten Sie die Sitzhöhe so einstellen, dass sich die Augenhöhe etwa auf halber Höhe der Frontscheibe befindet. Dadurch behalten Sie nicht nur Ihre Umgebung, sondern auch alle wichtigen Instrumente stets im Überblick.

Die Sitzfläche wird so eingestellt, dass beim Durchdrücken der Kupplung das Kniegelenk noch leicht angewinkelt ist. Wichtig ist auch die Einstellung der Rückenlehne: Diese sollte möglichst aufrecht sein. Zudem sollten Ihr Gesäss und die Schultern möglichst dicht an der Lehne anliegen. Achten Sie weiter darauf, dass Sie mühelos den Schaltknüppel, die Armaturen sowie das Lenkrad erreichen können.

Kopfstütze: Lieber zu hoch als zu tief

Bei niedrigen Geschwindigkeiten oder während des Stillstands vor einer Ampel kann ein Heckaufprall zu Verletzungen im Nackenbereich führen. Mit einer richtig eingestellten Kopfstütze kann das Risiko von Verletzungen bei Auffahrunfällen verringert werden. Die Kopfstützeneinstellung sollte man deshalb genauso ernst nehmen wie das Anlegen des Gurtes. Die Kopfstütze hat dann die richtige Höhe, wenn sich ihre Oberkante auf Scheitelhöhe befindet. Im Zweifelsfall sollte die Stütze zudem eher zu hoch als zu tief eingestellt werden.

Nicht vergessen werden sollte auch das Lenkrad – schliesslich gehört dieses zu den wichtigsten Instrumenten in jedem Fahrzeug. Nur wenn das Lenkrad richtig eingestellt ist, können Sie in Extremsituationen schnell und bestimmt reagieren. Den optimalen Abstand haben Sie dann erreicht, wenn das Handgelenk bei ausgestrecktem Arm auf dem oberen Rand des Lenkrads liegt. Beim Fahren sollten Sie darauf achten, das Lenkrad in der «Viertel-vor-drei»-Stellung zu halten – die linke Hand liegt auf 9 Uhr, die rechte auf 3 Uhr. Umschliessen Sie das Lenkrad nie mit den Daumen. Dies könnte beim Auslösen des Airbags ein Verletzungsrisiko darstellen.

Bild: iStock

Autor: Daniel Schriber

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