Umweltzonen

Touristenfalle Umweltzonen

Gerade jetzt in der Ferienzeit sind wir wieder vermehrt mit dem Auto im benachbarten Ausland unterwegs. Wussten Sie, dass in einigen unserer Nachbarländer Umweltzonen in der letzten Zeit richtiggehend in Mode gekommen sind?

Vor allem bei unserem nördlichen Nachbarn gibt es immer mehr davon. Aktuell weisen 58 deutsche Städte solche auf. Kürzlich berichtete eine grosse Schweizer Tageszeitung, dass in den letzten Jahren in Deutschland Tausende von Schweizer Automobilistinnen und Automobilisten in solchen Umweltzonen gebüsst worden seien. Dabei betrug das Bussgeld bis zu 80 Euro. Ganz schön happig, wenn Sie mich fragen. Vor allem auch, wenn man bedenkt, dass viele der Betroffenen gar nicht wussten, dass es in der entsprechenden Stadt Umweltzonen gibt. Man kann hier schon fast von der Touristenfalle Umweltzone sprechen. Wer ohne gültige Umweltplakette durch eine solche Zone fährt, wird gebüsst. Dabei wird kein Unterschied gemacht, ob es sich um Autos mit deutschem oder ausländischem Kennzeichen handelt. Eine solche Praxis ist alles andere als touristenfreundlich.

Aus rechtlicher Sicht ist es aber leider aussichtslos solche Bussen anzufechten, selbst dann, wenn man nicht gewusst hat, dass man sich in einer Umweltzone befindet oder einen das Navigationssystem bei der Routenwahl durch eine solche Zone geführt hat. Diese sind jeweils entsprechend gekennzeichnet und dürfen, wie erwähnt, nur mit entsprechender Umweltplakette befahren werden. Für uns als Auswärtige bleibt also nichts anderes übrig als sich vor Antritt der Fahrt darüber zu informieren, in welchen Städten Umweltzonen existieren.

Der ACS ist Ihnen dabei gerne behilflich. Auf unserer Webseite finden Sie eine Liste der deutschen Städte mit Umweltzonen und erfahren, wo Sie die entsprechende Umweltplakette erwerben können. Die ist beispielsweise bei den ACS Sektionen beider Basel und Zürich möglich. Dort können Sie solche Umweltplaketten auf Vorbestellung im Clubsekretariat beziehen. Nutzen Sie diese Dienstleistung des ACS, denn vorbeugen und sich vorab informieren, ist sicher besser als in die Touristenfalle Umweltzone zu tappen.

Autor: Thomas Hurter

Wie gefällt Ihnen der Artikel?:

Kommentare

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.